Die Zukunft der Piraten

Heute ist ein wichtiger Tag in der Geschichte der Piratenpartei nach dem großartigen 2% bei der Bundestagswahl 2009 haben wir heute die zweite Chance unsere Position in der deutschen Parteienlandschaft zu bestimmen.

In den letzten vier Jahren sind wir extrem gewachsen und haben uns inhaltlich klar als sozialliberale Partei positioniert. Inzwischen haben wir ein umfassendes, an vielen Stellen sehr konkretes Programm und brauchen keinen Vergleich und keinen Wahlomat damit fürchten.

Dennoch wird es nach dem Wahltag kräftig zur Sache gehen, egal wie die Wahl ausgeht. Ich glaube es ist deshalb auch gut, diesen Blog zu schreiben, bevor das Ergebnis bekannt ist. Hier ein paar Punkte, die ich für entscheidend für die Zukunft der Piraten halte:

Wir sind vorne!
Unsere Stärke muss es bleiben, den anderen Parteien inhaltlich überlegen zu sein. Wir müssen unsere eigenen Stärken betonen, qualifiziert Stellung in Debatten beziehen und Vorschläge bringen, an denen die anderen nicht vorbei diskutieren könen. Wir können das, weil wir die offenste und transparenteste Partei sind und Experten ihr Wissen bei uns einfach einbringen können. Diesen Prozess müssen wir kultivieren. Das bedeutet aber auch, dass wir diejenigen wertschätzen, die ihre Zeit und ihr Wissen in diese Diskussionen einbringen, besonders dann, wenn sich letztendlich eine andere Mehrheitsmeinung bildet.

Mehr Programm ohne mehr Wert
Mit dem Bundestagsprogramm haben wir uns klar als sozialliberale Partei positioniert. Wir werden es als kleine Partei nicht schaffen, unser Programm in der bestehenden Tiefe in die breite Menge der Gesellschaft zu kommunizieren. Deshalb sollten wir in Zukunft weniger am Programm als vielmehr an konkreten Vorschlägen und Impulsen für die Politik arbeiten. Dazu müssen wir noch stärker zeigen, dass wir mit den bestehenden Mandaten in Kreisen, Städten und den Landtagen bereits einiges bewegen können.

Weniger Rauschen bei der Kommunikation
Wir verlangen unseren Mitgliedern einen enormen Einsatz ab, um die Entwicklungen der Partei über Mailinglisten, Twitter und Co. zu verfolgen. Wenn wir uns nicht in einer sehr kleinen Blase von Hyperaktiven verlieren wollen, müssen wir Möglichkeiten schaffen, sich aktuell über Diskussionen der Piraten zu informieren, ohne dafür Stunden und Tage im Rauschen der Mailinglisten, Mumbles und Telkos zu verlieren. Vielleicht gehört dazu auch eine Entschleunigung von manchen Prozessen und eine Konzentration auf das Wesentliche.

Dezentral denken
Piraten sind für dezentrale Strukturen, weil sie näher an den Bedürfnissen der Einzelnen sind und Machtkonzentrationen verhindern. Darauf müssen wir nicht nur bei staatlichen Stellen achten, sondern auch in unserer eigenen Organisation. Wir müssen Kreise, bzw. Bezirke und Länder stärken und dort den Austausch von Ideen erleichtern.

Wir sind die Zukunft der PIRATEN und die PIRATEN werden die Zukunft der Politik mitbestimmen. Die spannenden Zeiten fangen jetzt erst an!

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Ein Kommentar

  1. 1

    Hallo Volker,
    du hast das „…partei“ hinten im Titel vergessen 🙂

Was denkst du?