Endlich neue Karten vom Windenergiekonzept Nordhessen

Windvorranggebiete_HPA_KSEndlich wieder Karten! Nach der ersten Offenlage im März 2013 gibt es nun erstmals wieder Kartendarstellungen der geplanten Windvorrangflächen für die Region Nordhessen zu sehen. Die Karten zählen zu den Unterlagen zur Haupt- und Planungsausschusssitzung am 6. November 2014. Da die Sitzung öffentlich ist und ich gerne die Anmerkungen und Kommentare von möglichst vielen Interessierten in meinen Beiträgen zur Diskussion und in meinem Abstimmungsverhalten berücksichtigen möchte, stelle ich die Unterlagen zur Sitzung hier wieder öffentlich ein und bitte um Kommentare, Hinweise und Meinungen per Mail oder über die Kommentarfunktion!

Unterlagen zur Sitzung am 6.11.

Karten für die Landkreise Kassel, Waldeck-Frankenberg, Werra-Meissner, Schwalm-Eder, Hersfeld-Rothenburg und Fulda (Update: jetzt vollständig!)

Windvorrangflächen in den Landkreisen, (Update: jetzt vollständig!) Textteile:

Mit dieser Sitzung wird nun auch das lange angekündigte Avifauna-Konzept veröffentlicht:

Außerdem wird in der Sitzung über einen Antrag beraten, der die Mindestabstände von Freileitungen zu Wohngebieten auf 400m festschreiben soll. Damit sollen dieselben Bedingungen für die Planung von Südlink gelten, wie in Niedersachsen:

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Ein Kommentar

  1. 1
    Dr. Michael Stiehl

    Hallo, Herr Berkhout,

    ich bin Ihnen sehr dankbar, dass Sie diese Drucksachen und Karten vor der Sitzung veröffentlichen. Auf der Webseite des Regierungspräsidiums habe ich sie vergeblich gesucht.
    Entsetzt war ich allerdings, als ich die Karte des Gebietes in der Nähe von Korbach-Rhena, wo ich wohne, angeschaut habe. Plötzlich sind wieder Vorranggebiete für Windenergie eingezeichnet, die längst abgehakt schienen, weil das Wetterradar in Flechtdorf sie verhindert hat (KB 80 und KB 38).
    Grundsätzlich ist es ja zu begrüßen, dass Atomkraft durch erneuerbare Energien ersetzt werden soll. Was ich aber nicht nachvollziehen kann, ist, dass der Naturschutz dem Klimaschutz geopfert werden soll. Das Gebiet um das Wetterradar Flechtdorf (KB 80) ist, wie man auch der gleichzeitig veröffentlichten Karte des Avifauna-Konzeptes entnehmen kann, sowohl für Rotmilane, als auch für Schwarzstörche Brut- und Rückzugsgebiet. Schon die vorhandenen Windräder bei Flechtdorf berühren dieses naturschutzfachlich wichtige Gebiet – Windräder dort, wo das Wetterradar jetzt steht, würden geradezu im Zentrum ihres Verbreitungsgebietes aufgestellt.
    Der von interessierter Seite betriebene Neubau des Wetterradars im Kellerwald ist aus Sicht des Naturschutzes ebenfalls kontraproduktiv. Bei den notwendigen Infrastrukturmaßnahmen würde eine Menge natürlicher Lebensraum zerstört – und das, obwohl das Wetterradar bei Flechtdorf erst 2004 neu erbaut wurde! Bezahlen muss diese Geld- und Naturverschwendung dann der Stromkunde – also Sie und ich.
    Leider wurden die Karten trotz dieser gravierenden Änderungen (gegenüber der ersten Offenlegung) offenbar so spät an Sie geschickt, dass kaum noch Zeit bleibt, zu reagieren. Daher bitte ich Sie, wenn möglich einen Beschluss über die genannten Flächen hinauszuzögern, bis eine fundierte, öffentliche Diskussion über die genannten Maßnahmen möglich ist. Ich halte eine Ausweisung der genannten Flächen aus Naturschutzgründen für unmöglich.

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