A-Lage statt Plan B für die documenta

Als große Chance für die documenta und die Stadt Kassel sehen die Stadtverordneten Vera Gleuel und Volker Berkhout die Möglichkeit, einen Bürgerentscheid über die Bebauung des Parkplatzes am Karlsplatz durchzuführen. Gleichzeitig zeigen sie sich enttäuscht, dass der Oberbürgermeister einen ominösen alternativen Standort ins Spiel bringt, statt sich klar hinter den Beschluss der Stadtverordneten für den bestmöglichen Standort zu stellen.

»Wir wollen den besten Standort auswählen, mit dem wir die documenta im Herzen der Stadt verankern können«, so Vera Gleuel, Stadtverordnete der Freien Wähler. Dies sei nach der Prüfung der 17 Alternativen eindeutig der Parkplatz am Karlsplatz. »Documenta-Institut und Archiv verdienen einen Platz in absoluter A-Lage.«

Mit dem nun folgenden Bürgerentscheid können sich die Kasseler Bürger klar für den Bau des documenta-Instituts aussprechen.

»Eine breite Unterstützung der Kasseler Bürger für das documenta-Institut und der Prozess des Bürgerentscheids selbst würden die Ideen des prägenden documenta-Künstlers Joseph Beuys zur direkten Demokratie aufgreifen und wären selbst eine soziale Plastik, die auch international sicherlich starke Beachtung finden wird« hebt Volker Berkhout, Stadtverordneter der Piratenpartei hervor. »Der Oberbürgermeister sollte sich dafür einsetzen, auf diese Weise die Einmaligkeit der documenta am Standort Kassel zu stärken, statt beim ersten Gegenwind für den besten Standort die Segel zu streichen.«

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